1105 – Le Tour fasziniert

N‘Abend allerseits,

seit frühester Kindheit bin ich Radsport-Fan. Die Schuld liegt bei meinem Vater. Die Klassiker Paris-Roubaix, Lüttich-Bastogne-Lüttich oder auch die Flandern-Rundfahrt begeistern. Und während ich Vuelta und Giro aus zeitlichen Gründen sporadisch verfolge, so ist die Tour de France jedes Jahr Pflichtprogramm – jede Etappe! Mit 98er Baujahr sind mit die Jahre mit Ullrich, Armstrong & Co. erspart geblieben. Die Schleck-Brüder, Alberto Contador oder Cadel Evans haben die Tour-Erfahrungen meiner Kindheit geprägt. Und dazu kommt die deutsche Sprinter-Generation mit Greipel oder Kittel.

In diesem Jahr schaffe ich es jede Etappe von Beginn an zu verfolgen, weil ich gerade ein Praktikum beim Sport-Informations-Dienst in Köln absolviere. TV-Bilschirme gibt´s hier en masse. Und so verpasse ich quasi keine Sekunde 🙂

Wieso fasziniert die Tour de France?

Die Tour de France fasziniert in zweierlei Hinsicht!

Zunächst begeistert mich, unabhängig vom Thema Doping, der sportliche Aspekt; in erster Linie natürlich die Bergetappen als Ausscheidungsrennen. Ich liebe diese Spannung in Verbindung mit aufkommender Hektik bei den Fahrern und Kommentatoren. Und die Bilder der Fans, die in Zehnerreihen die Radprofis die Berge hinaufbrüllen. Mittlerweile lässt sich hier mit Emanuel Buchmann auch mal ein Deutscher anfeuern. Während „Emu“ bei der Tour 2019 Vierter wurde, so kämpft er dieses Jahr noch mit Nachwirkungen eines Sturzes vom Criterium de Dauphine. Nach der ersten Woche ist bereits abzusehen, dass Buchmann das Vorjahresergebnis nicht wiederholen kann. Schade…

Die zweite Dimension der Begeisterung liegt in der TV-Berichterstattung. Die Bilder, die das französische Fernsehen vom Rennen, der Sehenswürdigkeiten und der Natur liefern, sind schlichtweg Weltklasse!

Bei der ARD gibt´s dieses Jahr wie immer das Trio Antwerpes/Naß und Wegmann. In ONE kommentiert Florian Kurz – zumeist wieder mit Ex-Fahrer Paul Voß. Bei Eurosport übernimmt natürlich Legende Karsten Migels mit den Experten Jens Voigt und Rolf Aldag. Um die Übersetzung der Interviews und die Dinge abseits der Strecke kümmern sich Ron Ringuth oder Marc Rohde . Ich hänge jedes Jahr bei der ARD. Die Gründe sind simpel: Weniger Werbung und besseres Bild. Und die Tonqualität bei Eurosport verstehe ich nach wie vor nicht.

Gibt´s hier auch jemanden der die Tour verfolgt? Packt eure Einschätzungen in die Kommentare!

Und jetzt zu den Ansetzungen!

Die Ansetzungen vom 8. September bis zum 10. September 2020

UEFA Nations League, 2. Spieltag

Dienstag, 8. September 2020 ab 20.45 Uhr (DAZN)

Gruppe A2: Dänemark – England (20.45 Uhr)

DAZN: Uli Hebel, Experte: Sebastian Kneißl

Gruppe A2: Belgien – Island (20.45 Uhr)

DAZN: Mario Rieker

Gruppe A3: Frankreich – Kroatien (20.45 Uhr)

DAZN: Guido Hüsgen, Experte: Alexis Menuge

Gruppe A3: Schweden – Portugal (20.45 Uhr)

DAZN: Oliver Forster, Experte: Michi Hofmann

U21, EM-Qualifikation, 05. Spieltag

Dienstag, 8. September 2020 ab 15.30 Uhr (DAZN)

Belgien – Deutschland (16.00 Uhr)

ProSieben Maxx: Uwe Morawe

Moderation: Christian Düren, Experte: René Adler

(unter Vorbehalt)

Fußball International

Donnerstag, 10. September 2020

Chinese Super League, 10. Spieltag: Shanghai SIPG – Qingdao Huanghai (14.00 Uhr)

sportdigital FUSSBALL: Karsten Linke

Die Analyse

Rest der Nations League

In der Nations League stehen am Dienstag die letzten Partien des zweiten Spieltags an. Alle Partien werden live auf DAZN übertragen. Oben findet ihr die Spiele, die DAZN mit deutschem Kommentar anbietet. Hebel sitzt zusammen mit Ex-Insel-Akteur Kneißl bei den Three Lions am Mikro. Alexis Menuge ist wieder Experte bei Frankreich. Nicht Stefan Galler, sondern Guido Hüsgen kommentiert mit ihm die Neuauflage des WM-Finals von 2018. Oliver Forster, dessen Leistung beim Champions League Finale der Frauen auf Twitter durchaus ein Thema war, darf auch mal wieder für DAZN ran.

Identisches Line-Up und Testspielflaute

ProSieben Maxx schickt wohl wieder die gleiche Crew zur U-21. Alles unter Vorbehalt, weil unsere Anfrage an ran leider noch nicht beantwortet wurde. Matthias Stach, der zuletzt auch schon die U21 für ran kommentierte, ist schließlich auch mit den US-Open auf Eurosport beschäftigt.

Sport 1, Sky Sport News und die öffentlich-rechtlichen zeigen, soweit ich das gestern durchgeschaut habe, keine weiteren Testspiele oder Turniere. Falls ihr was findet, meldet euch in den Kommentaren.

Macht das Beste draus!

14 Antworten zu “1105 – Le Tour fasziniert”

  1. Besten Dank für die Einleitung mit der Tour de France!
    Auch ich bin begeistert dabei, spätestens ab Übertragungsbeginn im Ersten. Die Verschiebung kam mir, was die Zeit, die ich zum Gucken habe, betrifft, gerade recht – so bin ich auch jeden Tag dabei. Viele können es nicht nachvollziehen, was an Radrennen so spannend sein soll; ich finde es aus den von Dir genannten Gründen großartig.

    Ich muss auch die ARD sehr loben, die jede Übertragung mit tollen Bildern und Berichten ausschmücken. Und sie sind sehr engagiert, im Fragenbeantworten. Hier nehme ich auch fleißig teil – und gestern wurde meine Frage tatsächlich mal im TV vorgelesen und beantwortet. Ziel erreicht 🙂

    Und: Florian Naß kommentiert nicht nur sehr stark; er ist auch sehr bemüht bei E-Mails. Auf eine Frage von mir an die Sportschau, kam die Antwort-Mail von ihm.

          1. Ich finde ihn auch solide.
            Würde mir wünschen, ihn über einen längeren Zeitpunkt zu hören.
            An manchen Stellen fällt auf, dass er nur selten Fußballspiele kommentiert.
            Schade, dass das ZDF auf Claudia Neumann beim Eröffnungsspiel setzt.

      1. Als Baujahr 92 bin ich auch mit der Tour de france aufgewachsen. Der Hype war vergleichbar mit Schumacher bei der Formel 1 oder Boris Becker beim Tennis. Die unterirdischen Leistungen der Nationalelf haben da aber auch sicherlich ihren Beitrag geleistet.

        Mein Vater und ich haben bei Jan Ullrich mitgefiebert und keine Etappe versäumt. Watterott und Co als Kommentatoren sind für mich bis heute unerreicht.

        Interessanterweise war zumindest in unserem Umfeld auch damals schon jedem klar , dass massiv gedopt wurde.
        Jeder Hobbyradler wusste das, zumal selbst im Amateurbereich leistungssteigernde Mittel keine Seltenheit sind. Kann da von einigen Triathlonbesuchen berichten…

        was mir heute positiv auffällt ist dass die Berichterstattung viel ausgewogener ist, gefällt mir tatsächlich besser als früher was aber wohl auch an Florian Naß liegt.

        Ich würde mich jedenfalls sehr freuen wenn der Radsport einmal wieder wer Aufmerksamkeit in Deutschland finden würde.

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